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Finanzen4 Min. Lesezeit

Finanzplan erstellen: von der Idee zu belastbaren Monatszahlen

Finanzplan für die Gründung erstellen: Umsatz, Kosten, Investitionen, Kapitalbedarf, Rentabilität und Liquidität nachvollziehbar miteinander verbinden.

accuno Redaktion
Finanzauswertung mit Einnahmen, Ausgaben und Liquiditätsentwicklung

Kurzantwort

Finanzplan für die Gründung erstellen: Umsatz, Kosten, Investitionen, Kapitalbedarf, Rentabilität und Liquidität nachvollziehbar miteinander verbinden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beginnen Sie mit der verkaufbaren Menge: Kunden, Aufträge, Stunden, Produkte oder Abonnements pro Monat.
  • Laufende Kosten wie Miete, Software, Versicherungen und Personal verhalten sich anders als einmalige Investitionen.
  • Die Rentabilitätsvorschau fragt, ob das Geschäftsmodell Erträge über seinen Kosten erwirtschaften kann.

Ein Finanzplan besteht aus zusammenhängenden Fragen

Wie viel Startkapital wird benötigt? Wann deckt der Umsatz die laufenden Kosten? Und reicht das Geld auf dem Konto bis dahin? Diese Fragen werden häufig in einer einzigen Jahressumme beantwortet. Aussagekräftiger ist ein Modell, das Umsatz, Kosten, Investitionen, Finanzierung, Rentabilität und Liquidität miteinander verbindet.

Das Existenzgründungsportal des Bundes bezeichnet den Finanzplan als Herzstück des Businessplans. Er ist nicht nur für Bank oder Förderung bestimmt. Nach der Gründung sollte er als Vergleich zwischen Annahme und tatsächlicher Entwicklung weitergeführt werden.

Umsatz nicht vom Wunschgewinn ableiten

Beginnen Sie mit der verkaufbaren Menge: Kunden, Aufträge, Stunden, Produkte oder Abonnements pro Monat. Multiplizieren Sie diese mit realistischen Preisen und berücksichtigen Sie Anlaufzeit, Auslastung, Zahlungsziele, Stornierungen und saisonale Schwankungen. Dokumentieren Sie, woher jede Annahme stammt.

Erstellen Sie mindestens ein Basisszenario und ein vorsichtiges Szenario. Ein optimistisches Szenario kann zusätzlich helfen, darf aber nicht die notwendige Finanzierung bestimmen.

Kosten, Investitionen und private Bedarfe unterscheiden

Laufende Kosten wie Miete, Software, Versicherungen und Personal verhalten sich anders als einmalige Investitionen. Variable Kosten steigen mit dem Umsatz; fixe Kosten fallen auch ohne Verkauf an. Zusätzlich benötigen Gründerinnen und Gründer eine realistische Sicht auf private Lebenshaltung, Steuern und Reserven, selbst wenn diese Positionen nicht alle als betriebliche Kosten gelten.

Rentabilität und Liquidität getrennt rechnen

Die Rentabilitätsvorschau fragt, ob das Geschäftsmodell Erträge über seinen Kosten erwirtschaften kann. Der Liquiditätsplan fragt, ob zu jedem Zeitpunkt genügend Zahlungsmittel vorhanden sind. Rechnungsstellung und Zahlung, Abschreibung und Investitionszahlung sowie Darlehen und Tilgung wirken in beiden Betrachtungen unterschiedlich.

Planen Sie die ersten zwölf Monate monatlich und ersetzen Sie Annahmen regelmäßig durch Ist-Werte. Jede größere Abweichung sollte eine Erklärung erhalten: weniger Absatz, späterer Zahlungseingang, höhere Kosten oder eine verschobene Investition.

Quellen und weiterführende Hinweise

Diese Produktseiten zeigen, wie die beschriebenen Arbeitsschritte in accuno abgebildet werden.

Quellen und weiterführende Hinweise

Fachlicher Hinweis

Von der accuno Redaktion erstellt und anhand der aufgeführten Primärquellen sowie des implementierten Produktumfangs geprüft.

Die Beiträge dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder Unternehmensberatung. Prüfen Sie die konkrete Anwendung mit Ihrer Steuerkanzlei oder fachkundigen Beratung.

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